Fotoequipment


von Markus Strecker | Februar 18, 2017 | Fotoausrüstung | Sirui Traveler T1004xl

Sirui Traveler T-1004XL + Kugelkopf E10

Sirui-T1004xl

Wer ein gutes und praktisches Reisestativ sucht, wird auf dem Markt von unzähligen Produkten überschwemmt. Als Reise- und Landschaftsfotograf bevorzuge ich vor allem ein leichtes und trotzdem stabiles Stativ, das ein kleines Packmaß besitzt, um es gut transportieren zu können. Hier muss man leider meist Kompromisse eingehen, da sich leicht, stabil und Größe meist gegenseitig ausschließen. Die Eierlegende Wollmilchsau gibt es somit eher nicht, aber vielleicht etwas ähnliches.

Meine Wahl fiel daher nach langer Suche auf das Sirui T-1004XL Dreibeinstativ aus Aluminium mit einem E-10 Kugelkopf. Folgende Kriterien waren mir bei meiner Kaufentscheidung wichtig:

  • Funktionalität
  • Stabilität
  • Kugelkopf
  • Höhe
  • Gewicht

1. Funktionalität

Das Sirui Traveler T-1004XL lässt sich sehr einfach handhaben. Ich kenne kein Stativ das sich so schnell aufbauen lässt, wie dieses. Nach umklappen der drei Beine und kurzen Umdrehung der Verschraubungen, gleiten diese schon von selbst heraus. Ebenfalls ist es zügig wieder zusammengeschoben und verpackt.

Die Stativbeine sind jeweils in vier Segmente unterteilt und können außerdem den Aufstellwinkel durch eine dreistufige Arretierung am Gelenk verändern. So ist es möglich die Stativbeine des Sirui weit zu spreizen, um eine möglichst tiefe Kameraposition zu erreichen, was ich oft bei Weitwinkelaufnahmen in der Landschaftsfotografie nutze. Die Stativbeine haben zudem im oberen Segment jeweils einen Schaumstoffüberzug, was das Anfassen im Winter bei kalten Temperaturen angenehmer macht.

2. Stabilität

Die Standsicherheit des Sirui T-1004XL ist in Anbetracht seines Gewichts erstaunlich gut. Es gibt sicher auch stabilere Stative als dieses auf dem Markt, nur sollte man hierbei nie das Verhältnis Gewicht zur Stabilität aus den Augen verlieren und dafür schlägt es sich wirklich gut. Ein leichtes Nachschwingen bei Stößen ist vorhanden, was es aber nach kurzer Ausschwungzeit gut in den Griff bekommt. Zudem gibt es am unteren Ende der Mittelsäule einen praktischen Haken, der es erlaubt eine Kameratasche oder ähnliches dranzuhängen, um noch mehr Stabilität durch Gewichtszunahme zu erreichen.

3. Kugelkopf E-10

Die Firma Sirui hat so einige Kugelköpfe mit unterschiedlicher Tragkraft im Angebot. Bis auf das Gewicht, Größe und Tragkraft, bleibt die Mechanik aber immer die gleiche. Der E-10 ist mit 8kg Tragfähigkeit so im Mittelfeld angesiedelt. Für die meisten Situationen absolut ausreichend und dabei mit seinen 280g noch ein Leichtgewicht. Es besitzt leider nur eine Dosenlibelle, was ich etwas wenig finde. Hier hätte ich zwei Röhrenlibellen bevorzugt, da ich diese gern nutze, um den Horizont auszurichten.

Die Fertigungsqualität des E-10 wirkt hochwertig und die Mechanik funktioniert einwandfrei. Das Kugelgelenk hält durch eine Feststellschraube ausreichend fest, um ein Verrutschen der Kamera gerade bei Schrägstellung, wie es oft bei Aufnahmen im Hochformat üblich ist, zu verhindern.

Die Schnellwechselplatte ist Arca-Swiss-Kompatibel, so dass sie theoretisch auf andere Stativköpfe passen sollte und durch den Sicherheitsstift (Safety-Pin) nicht selbstständig vom Stativkopf rutschen kann. Zudem ist sie mit einer rutschhemmenden Gummierung ausgestattet, was ein verdrehen der Kamera verhindern soll. Eine horizontale Maßeinteilung ist für Panoramaaufnahmen sicherlich auch interessant und soll nicht unerwähnt bleiben.

4. Höhe

Die Höhe des Stativs ohne Kopf, also die maximale Höhe bei vollständig ausgefahrenen Beinen und Mittelsäule, beträgt 160cm. Bei Bedarf kann es durch aufschrauben des mitgelieferten Verlängerungsstücks auf die Mittelsäule, um weitere 10cm erhöht werden. Durch die Montage des Kugelkopfs gewinnt man nochmal etwa 10cm an Höhe, so erreicht es eine Gesamthöhe von 170-180cm. Meine Augenhöhe liegt bei ca. 180cm und passt somit perfekt. Wenn man es genau nimmt, könnte man sogar noch den Abstand zwischen Wechselplatte und Kameraokular hinzurechnen. Das habe ich hier aber vernachlässigt, da viele Fotografen beim Fotografieren auch gern das „Liveview“ verwenden.

Sirui-T1004xl

5. Gewicht

Das Gewicht ist für mich als Landschaftsfotograf ebenfalls von Bedeutung, da jedes Gramm mitgeschleppt werden muss. Hier gilt es allerdings abzuwägen, wie weit man da gehen mag. So hat der Kunde bei Sirui und auch bei den meisten anderen Herstellern, die Wahl zwischen zwei Materialien, einer Aluminium- oder Karbonversion. Die Aluminiumversion des Sirui Traveler T-1004XL wiegt 1,23kg und somit genau 230g mehr als sein Pendant aus Karbon. Preislich macht das derzeit (2017) einen Unterschied von etwa 200 Euro aus.

Ich habe mich daher aus Kostengründen für die Aluminiumvariante entschieden, da ich den Mehrwert hier nicht wirklich sehe und die relativ geringe Gewichtsabweichung als eher unproblematisch einschätze. Hier sollte natürlich jeder sein eigenes Maß finden, denn nicht alle haben die gleiche Körperliche Statur. Da ich ziemlich kräftig bin und einige Gramm ganz gut verkraften kann, fiel mir die Entscheidung nicht sonderlich schwer. Außerdem kommt etwas mehr Gewicht der Standsicherheit zu gute.

Fazit:

Alles in Einem ist das Sirui Traveler T-1004XL Dreibeinstativ für mich als Landschaftsfotograf momentan die beste Wahl, da das Verhältnis von Qualität, Gewicht, Höhe, Preis und Packmaß vollkommen passt und meiner Meinung nach derzeit keine vergleichsweise bessere Alternative auf dem Markt ist.

Übrigens ist neben dem Verlängerungsstück und eines Umhängegurts, auch eine praktische Tasche im Lieferumfang enthalten, um das Stativ vor Feuchtigkeit und mechanischen Einwirkungen zu schützen.


von Markus Strecker | Februar 18, 2017 | Fotoausrüstung | Sirui Traveler T1004xl

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